Kategorien
- Aktuelles (19)
- Anfragen & Stellungnahmen (38)
- Anträge (28)
- Ausschüsse (5)
- Blog (2)
- Presse-Mitteilungen (94)
- Veranstaltungen (1)
- Videos (33)
Archiv
- Juni 2026 (5)
- April 2026 (2)
- März 2026 (4)
- Februar 2026 (2)
- Dezember 2025 (1)
- November 2025 (3)
- September 2025 (2)
- Juli 2025 (1)
- März 2025 (1)
- Februar 2025 (2)
- Dezember 2024 (1)
- Oktober 2024 (4)
- September 2024 (1)
- Juni 2024 (1)
- März 2024 (1)
- Februar 2024 (1)
- Januar 2024 (2)
- Dezember 2023 (1)
- November 2023 (1)
- Oktober 2023 (1)
- August 2023 (1)
- Juni 2023 (1)
- Mai 2023 (3)
- April 2023 (1)
- März 2023 (3)
- Februar 2023 (8)
- Dezember 2022 (8)
- November 2022 (2)
- Oktober 2022 (6)
- September 2022 (10)
- August 2022 (2)
- Juli 2022 (6)
- Juni 2022 (11)
- Mai 2022 (3)
- April 2022 (2)
- März 2022 (13)
- Februar 2022 (2)
- Januar 2022 (5)
- Dezember 2021 (15)
- November 2021 (2)
- Oktober 2021 (2)
- September 2021 (10)
- August 2021 (3)
- Juni 2021 (12)
- Mai 2021 (2)
- April 2021 (5)
- März 2021 (3)
- Februar 2021 (11)
- Januar 2021 (3)
- Dezember 2020 (5)
- November 2020 (1)
PM – Interview Teil 3- von 2 Schülerinnen des Hammer Hammonense Gymnasiums mit unserem Fraktionsvorsitzenden der AfD-Fraktion Hamm Pierre Jung.

Hier der gesamte Text des Interviews Teil 3
3. Welchen Beitrag kann reguläre Migration zur Bekämpfung des Fachkräftemangels leisten?
Reguläre Migration kann grundsätzlich einen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels leisten – allerdings nur unter klaren Voraussetzungen. Wer nach Deutschland kommt, sollte eine Qualifikation, Arbeitswillen, Sprachlernwillen und Respekt vor unserer Rechts- und Werteordnung mitbringen. Dann kann Einwanderung sinnvoll und wirtschaftlich hilfreich sein.
Wichtig ist jedoch die klare Unterscheidung zwischen Asyl und Fachkräfteeinwanderung. Asyl bedeutet Schutz auf Zeit für politisch Verfolgte. Fachkräfteeinwanderung dagegen muss sich gezielt am tatsächlichen Bedarf des Arbeitsmarktes und den Wünschen der deutschen aufnehmenden Gesellschaft orientieren.
Auch in Hamm gibt es Branchen mit erheblichen Personalproblemen. Besonders betroffen sind Pflegeberufe, Handwerk, technische Berufe, Logistik, Gastronomie, Erziehung und teilweise der öffentliche Dienst. Viele Unternehmen finden dort seit Jahren nicht genügend Bewerber oder Auszubildende.
Die Ursachen dafür sind vielfältig: der demografische Wandel, zu wenige Nachwuchskräfte, steigende Bürokratie, körperlich belastende Tätigkeiten, Schichtarbeit sowie teilweise eine mangelnde Attraktivität bestimmter Berufe hinsichtlich Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig verlassen viele gut ausgebildete Fachkräfte Deutschland oder reduzieren ihre Arbeitszeit.
Die Zahlen aus Hamm zeigen außerdem, dass ein erheblicher Teil der Menschen im Bürgergeldbezug zunächst nicht unmittelbar als Fachkraft zur Verfügung steht. Fehlende Berufsabschlüsse, Sprachdefizite und lange Leistungsbezugszeiten erschweren häufig den schnellen Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Deshalb halte ich es für falsch, jede Form der Migration pauschal als Lösung des Fachkräftemangels darzustellen. Entscheidend ist nicht die reine Zahl der Zuwanderer, sondern ihre Qualifikation, Integrationsfähigkeit und tatsächliche Einsatzmöglichkeit auf dem Arbeitsmarkt.
Aus meiner Sicht sollten wir zunächst stärker die Menschen fördern und qualifizieren, die bereits hier leben und arbeitsfähig sind. Gleichzeitig muss Arbeit wieder attraktiver werden und sich finanziell spürbar lohnen. Dazu gehören bessere Anreize für Ausbildung, Beschäftigung und beruflichen Aufstieg.
Gezielte qualifizierte Einwanderung kann ergänzend sinnvoll sein, wenn sie sich am tatsächlichen Bedarf unseres Arbeitsmarktes orientiert und Menschen zu uns kommen, die arbeiten können und wollen, sich integrieren und unsere Rechts- und Werteordnung respektieren. Eine ungesteuerte Massenzuwanderung in die Sozialsysteme halte ich dagegen nicht für den richtigen Weg. Dagegen werden wir weiterhin entschieden vorgehen und alle Pullfaktoren abstellen, sobald wir die Möglichkeit dazu haben.
