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PM – Interview Teil 3- von 2 Schülerinnen des Hammer Hammonense Gymnasiums mit unserem Fraktionsvorsitzenden der AfD-Fraktion Hamm Pierre Jung.

PM – Interview Teil 3- von 2 Schülerinnen des Hammer Hammonense Gymnasiums mit unserem Fraktionsvorsitzenden der AfD-Fraktion Hamm Pierre Jung.

 

Hier der gesamte Text des Interviews Teil 3

3. Welchen Beitrag kann reguläre Migration zur Bekämpfung des Fachkräftemangels leisten?

Reguläre Migration kann grundsätzlich einen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels leisten – allerdings nur unter klaren Voraussetzungen. Wer nach Deutschland kommt, sollte eine Qualifikation, Arbeitswillen, Sprachlernwillen und Respekt vor unserer Rechts- und Werteordnung mitbringen. Dann kann Einwanderung sinnvoll und wirtschaftlich hilfreich sein.

Wichtig ist jedoch die klare Unterscheidung zwischen Asyl und Fachkräfteeinwanderung. Asyl bedeutet Schutz auf Zeit für politisch Verfolgte. Fachkräfteeinwanderung dagegen muss sich gezielt am tatsächlichen Bedarf des Arbeitsmarktes und den Wünschen der deutschen aufnehmenden Gesellschaft orientieren.

Auch in Hamm gibt es Branchen mit erheblichen Personalproblemen. Besonders betroffen sind Pflegeberufe, Handwerk, technische Berufe, Logistik, Gastronomie, Erziehung und teilweise der öffentliche Dienst. Viele Unternehmen finden dort seit Jahren nicht genügend Bewerber oder Auszubildende.

Die Ursachen dafür sind vielfältig: der demografische Wandel, zu wenige Nachwuchskräfte, steigende Bürokratie, körperlich belastende Tätigkeiten, Schichtarbeit sowie teilweise eine mangelnde Attraktivität bestimmter Berufe hinsichtlich Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig verlassen viele gut ausgebildete Fachkräfte Deutschland oder reduzieren ihre Arbeitszeit.

Die Zahlen aus Hamm zeigen außerdem, dass ein erheblicher Teil der Menschen im Bürgergeldbezug zunächst nicht unmittelbar als Fachkraft zur Verfügung steht. Fehlende Berufsabschlüsse, Sprachdefizite und lange Leistungsbezugszeiten erschweren häufig den schnellen Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Deshalb halte ich es für falsch, jede Form der Migration pauschal als Lösung des Fachkräftemangels darzustellen. Entscheidend ist nicht die reine Zahl der Zuwanderer, sondern ihre Qualifikation, Integrationsfähigkeit und tatsächliche Einsatzmöglichkeit auf dem Arbeitsmarkt.

Aus meiner Sicht sollten wir zunächst stärker die Menschen fördern und qualifizieren, die bereits hier leben und arbeitsfähig sind. Gleichzeitig muss Arbeit wieder attraktiver werden und sich finanziell spürbar lohnen. Dazu gehören bessere Anreize für Ausbildung, Beschäftigung und beruflichen Aufstieg.

Gezielte qualifizierte Einwanderung kann ergänzend sinnvoll sein, wenn sie sich am tatsächlichen Bedarf unseres Arbeitsmarktes orientiert und Menschen zu uns kommen, die arbeiten können und wollen, sich integrieren und unsere Rechts- und Werteordnung respektieren. Eine ungesteuerte Massenzuwanderung in die Sozialsysteme halte ich dagegen nicht für den richtigen Weg. Dagegen werden wir weiterhin entschieden vorgehen und alle Pullfaktoren abstellen, sobald wir die Möglichkeit dazu haben.

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