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PM – Interview Teil 4- von 2 Schülerinnen des Hammer Hammonense Gymnasiums mit unserem Fraktionsvorsitzenden der AfD-Fraktion Hamm Pierre Jung.
Hier der gesamte Text der Frage und Antwort
4. Welche strukturellen Veränderungen wären nötig, um Asylsuchenden schneller Zugang zu Arbeit, Sprache und Integration zu ermöglichen?
Ich würde die Frage grundsätzlich anders stellen: Nicht jeder Asylsuchende sollte automatisch auf eine dauerhafte Integration in Deutschland vorbereitet werden. Beim Asyl geht es zunächst um Schutz auf Zeit. Wer keine realistische Bleibeperspektive hat, sollte deshalb auf Rückkehr vorbereitet werden und nicht auf eine dauerhafte Einwanderung.
Aus meiner Sicht müssen Asylverfahren deutlich schneller abgeschlossen werden. Wer schutzberechtigt ist, kann integriert werden. Wer keinen Schutzstatus erhält, muss konsequent rückgeführt werden. Langjährige Verfahren mit unklarer Perspektive führen dagegen zu hohen Kosten, zusätzlicher Bürokratie und gesellschaftlichen Spannungen.
Deshalb halte ich es auch nicht für sinnvoll, jedem Asylsuchenden sofort einen dauerhaften Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen. Wenn am Ende kein Aufenthaltsrecht besteht, entstehen häufig zusätzliche bürokratische und rechtliche Probleme rund um Arbeitsverhältnisse, Sozialleistungen und Rückführungen.
Sprach- und Integrationskurse sollten deshalb stärker auf Personen konzentriert werden, die tatsächlich eine realistische Bleibe- und Arbeitsmarktperspektive besitzen, ihren Lebensunterhalt perspektivisch selbst sichern können oder familiär abgesichert sind. Gleichzeitig braucht es klare Mitwirkungspflichten: regelmäßige Teilnahme, Konsequenzen bei Abbruch sowie eine verbindliche Mitwirkung an Identitätsklärung und Verfahren.
Das Kommunale Jobcenter Hamm setzt 2025 ausdrücklich einen Schwerpunkt auf Zugewanderte und berufliche Integration. Gleichzeitig stehen laut Arbeitsmarktprogramm dafür rund 14 Millionen Euro an Eingliederungsmitteln zur Verfügung. Aus meiner Sicht muss stärker überprüft werden, ob diese Mittel tatsächlich nachhaltig in Arbeit und Selbstversorgung führen oder ob Menschen über Jahre in Maßnahmen und Transferleistungen verbleiben.
Die Diskussion über externe Aufnahme- und Rückführungszentren außerhalb der Europäischen Union zeigt, dass sich auch auf europäischer Ebene zunehmend die Erkenntnis durchsetzt, dass irreguläre Migration stärker begrenzt und Rückführungen konsequenter umgesetzt werden müssen. Befürworter erwarten sich davon schnellere Asylverfahren, eine bessere Steuerung der Migration sowie geringere Belastungen für Städte und Gemeinden. Gerade für finanziell stark belastete Kommunen wie Hamm könnte eine deutliche Verringerung ungesteuerter Zuwanderung aus meiner Sicht organisatorisch, finanziell und sicherheitspolitisch spürbar entlastend wirken.

