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PM – Windkraftanlagenbrand: Schluss mit Ausflüchten – Die Bürger haben ein Recht auf die ganze Wahrheit!.

PM – Windkraftanlagenbrand: Schluss mit Ausflüchten – Die Bürger haben ein Recht auf die ganze Wahrheit!.

Die Antwort der Stadt Hamm auf den Antrag der AfD-Ratsfraktion zur umfassenden Untersuchung möglicher Umwelt- und Gesundheitsbelastungen infolge des Windkraftanlagenbrandes vom 14. Juni 2026 im Grenzbereich Bönen/Hamm ist aus unserer Sicht völlig unzureichend.

Statt Verantwortung zu übernehmen, verweist die Verwaltung auf die Zuständigkeit des Kreises Unna. Doch die Bürger interessiert nicht, welche Behörde zuständig ist. Sie wollen wissen, ob ihre Gesundheit, ihre Kinder, ihre Gärten, ihre landwirtschaftlichen Flächen und ihre Umwelt durch den Brand gefährdet wurden.

Dabei war die Gefahrenlage offensichtlich so ernst, dass die NINA-Warn-App ausdrücklich auch die Hammer Stadtbezirke Pelkum und Herringen-Lerche warnte. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Eine derartige Warnung erfolgt nicht ohne triftigen Grund. Umso unverständlicher ist es, dass bis heute keine vollständige Transparenz über die möglichen Folgen besteht.

Der Brand einer Windkraftanlage ist kein gewöhnlicher Brand. In modernen Windkraftanlagen befinden sich zahlreiche technische Komponenten und Stoffe, deren Verbrennungs- und Zersetzungsprodukte erhebliche Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt haben können. Deshalb hat die AfD-Fraktion beantragt, sämtliche möglichen Belastungen umfassend untersuchen zu lassen – darunter PFAS, mögliche SF₆-Komponenten, Verbrennungsrückstände aus Kunststoffen, Harzen, Schmierstoffen und Ölen sowie Glas- und Kohlefaserpartikel. Ebenso müssen Boden, Luft, Gewässer, Pflanzen, landwirtschaftliche Flächen und Wohngebiete in die Untersuchungen einbezogen werden.

Besonders besorgniserregend sind sogenannte PFAS, die aufgrund ihrer extremen Beständigkeit nicht ohne Grund als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet werden. Gelangen sie in die Umwelt, können sie dort über sehr lange Zeiträume verbleiben und sich anreichern. Ebenso steht die Frage im Raum, ob in der betroffenen Anlage Komponenten mit Schwefelhexafluorid (SF₆) verbaut waren. SF₆ zählt zu den klimaschädlichsten bekannten Treibhausgasen und besitzt eine außergewöhnlich lange Verweildauer von weit über 300 Jahren in der Atmosphäre. Gerade deshalb ist eine lückenlose Untersuchung sämtlicher freigesetzter Stoffe unerlässlich.

Dass ein solcher Großbrand die Schattenseiten der Windkraft schonungslos aufzeigt, passt offensichtlich nicht in das Weltbild vieler politischer Befürworter des immer weiteren Ausbaus der Windenergie – auch innerhalb der Stadt Hamm. Gerade deshalb darf jetzt nichts verschwiegen, verharmlost oder hinter Zuständigkeitsfragen versteckt werden. Ideologie darf niemals wichtiger sein als der Schutz der Bevölkerung.

Die AfD-Ratsfraktion wird sich deshalb nicht auf die Aussagen der Stadt Hamm verlassen.

Wir werden selbst auf Grundlage des Umweltinformationsgesetzes bei sämtlichen zuständigen Behörden Auskunft verlangen und die Herausgabe aller Gutachten, Messprotokolle, Laboranalysen und Untersuchungsergebnisse beantragen. Unser Ziel ist eine vollständige und nachvollziehbare Transparenz.

Die Bürger haben ein Recht darauf, wahrheitsgemäß zu erfahren, welche Stoffe möglicherweise freigesetzt wurden, welche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bestehen oder nicht ausgeschlossen werden können und welche Langzeitfolgen zu erwarten sind. Gesundheitsschutz und Transparenz dürfen nicht hinter politischen Interessen oder Behördenzuständigkeiten zurückstehen.

Für die AfD-Fraktion steht fest: Wir werden dieses Thema nicht auf sich beruhen lassen. Solange nicht sämtliche Fakten auf dem Tisch liegen, werden wir weiter nachfragen, Akteneinsicht verlangen und die Bürger umfassend informieren. Die Menschen in Hamm haben Anspruch auf Ehrlichkeit, Transparenz und den bestmöglichen Schutz ihrer Gesundheit.

AfD-Ratsfraktion Hamm

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